Wie kann ich mit meinem Kind über die Situation in der Ukraine sprechen?

Der Krieg in der Ukraine ist furchtbar schlimm und unser Bundesverband hat eine wichtige Info verfasst:

Liebe Kinderschützer*innen,

die Nachrichten aus der Ukraine erschüttern uns alle. Wir haben uns deshalb auf unseren Social-Media-Kanälen Twitter und Facebook auch entsprechend positioniert. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine sind eine Zäsur. Wir denken besonders an die Kinder, die unter diesem Krieg leiden werden. Ihnen und ihren Familien muss die Europäische Union sichere Fluchtwege und Schutz gewähren.

Sicherlich erhalten auch Sie nun viele Anfragen, wie man mit Kindern über diesen Krieg in Europa sprechen soll.

Wichtig ist vor allem: Mit Kindern muss gesprochen werden. Sie nehmen wahr, dass ihre Eltern und ihr Umfeld besorgt sind. Die Kinderschutz-Zentren und die Initiative „Schau hin“ haben ein paar Hinweise zusammengetragen. Kindgerechte Nachrichten bieten:

- Die Erklärvideos von ZDF Logo: https://www.zdf.de/kinder/logo
- Das Kinderradio KiRaKA: https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/index.html

Hier finden sich außerdem Hinweise für Eltern:

https://www.schau-hin.info/news/krieg-in-der-ukraine-kinder-mit-nachrichten-nicht-allein-lassen

Wer für die Kinder vor Ort spenden möchte, hat in UNICEF den richtigen Ansprechpartner:
https://www.unicef.de/informieren/projekte/europa-1442/ukraine-19470/krise/70862

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Hinweisen eine Hilfestellung geben zu können.
 
Liebe Grüße,
Ihre Bundesgeschäftsstelle

 

Stellungnahme Kinderrechte in der Corona Pandemie

 

13 Millionen1 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren,2 über 11,4 Millionen Familienhaushalte, davon 2,6 Millionen Alleinerziehende, sind in Deutschland von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen betroffen.
In welchem Umfang COVID-19 die Gesundheit von Kindern gefährdet, dazu gibt es bisher nur wenige Erkenntnisse. Bekannt ist jedoch, dass sich auch Kinder mit dem Coronavirus SARS CoV-2 anstecken und es verbreiten können. Bisherigen Daten zufolge ist jedoch der Krankheitsverlauf von COVID-19 selbst bei Babys und Kleinkindern häufig milder als bei Erwachsenen.
Die Kinderkommission des Deutschen Bundestags mahnte jüngst, dass jede politische Entscheidung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Kinderrechte stärker berücksichtigen müsse. Bei der Abwägung der Maßnahmen und dem damit verbundenen Konflikt aus dem Schutz der Gesundheit, der Wahrung persönlicher Freiheiten und den Folgen für die ökonomische Entwicklung, müsse auch der Blick auf Kinder gerichtet werden.
Dabei ist zu betonen, dass Kinder neben Schutzrechten auch ein Recht auf soziale Kontakte, soziale Teilhabe, Spiel sowie frühkindliche und schulische Bildung5 haben.
Seit Mitte März können Kinder diese Rechten nicht oder nur in extrem beschränkter Weise ausüben, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen sowie Spiel- und Sportplätze waren weitestgehend geschlossen, Vereinsangebote sowie Angebote von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe waren ganz weitgehend ausgesetzt und sind weiterhin nur begrenzt möglich.

Die komplette Stellungnahme lesen Sie hier...

 

 

Pressemitteilung


Celle, 30.04.2021 Anlässlich des Tags der gewaltfreien Erziehung macht der Kinderschutzbund auf die prekäre Lage vieler Kinder während der Corona-Krise aufmerksam.

Dazu erklärt Ekin Deligöz, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes: „Das vergangene Jahr war für Familien kein einfaches. Und nach allem, was wir absehen können, werden auch die kommenden Wochen geprägt sein von Schul- und Kitaschließungen und von Isolierung im eigenen Haushalt. Für einige Kinder aber ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort.“

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Ulm hält nach wie vor jede*r Sechste eine Ohrfeige für angebracht. Ganze 42 Prozent halten einen „Klaps auf den Po“ nach wie vor für ein zulässiges Mittel in der Kindererziehung. Dafür, dass Demütigungen, Liebesentzug und Herabsetzungen Formen der Gewalt sind, gibt es bislang nur wenig Bewusstsein.*

Der Bundesverband des Kinderschutzbundes widmet sich diesen Fragen in diesem Jahr bei einer digitalen Fachtagung. Mit Vorträgen unter anderem von Professor Jörg Fegert (Kinder- und Jugendpsychiater am Universitätsklinikum Ulm und Professorin Sabine Andresen (Vize-Präsidentin des DKSB, Universität Frankfurt (Main)) wird die Situation von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres Rechts auf gewaltfreie Erziehung beleuchtet.

Hier ein Hinweis auf die Studie zur gewaltfreien Erziehung.

https://www.dksb.de/de/artikel/detail/studie-jeder-sechste-haelt-ohrfeigen-in-der-erziehung-fuer-angebracht/

Der Tag für gewaltfreie Erziehung wird auch in Celler Kitas erlebbar gemacht
Der Celler Kinderschutzbund hat zusammen mit Gonca Kaftan aus Nienhagen Celler Kitas für Aktionen zum Thema gewaltfreie Erziehung gewinnen können. Im Bürgerlichen Gesetzbuch steht dazu: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“. Allen beteiligten ist dieses Kinderrecht besonders wichtig. Die Kinder auf ihr Recht aufmerksam zu machen und mit ihnen das Thema zu bearbeiten, hat einen hohen Stellenwert bei den Fachkräften, ebenso wie die Eltern darüber zu informieren und zu sensibilisieren. An dieser gemeinsamen Aktion nehmen 10 Celler Kitas aus Stadt und Landkreis Celle, 1 Familienbüro, 1 Bibliothek sowie Tagespflegekräfte teil.

Bei Fragen zu der Aktion steht Ihnen Silvia Seibel (Geschäftsführerin), unter der Tel.05141/46066 zur Verfügung.

Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Celle e. V.
Neustadt 77 in 29225 Celle
Tel. 05141/46066 und Fax: 05141/2088121
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Angebot Bedarfstüten

Angebot Bedarfstüten

Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverband e.V. zur „Situation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise"

Aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus sind bundesweit seit Mitte März Schulen, Kindertagesstätten und eine Vielzahl an Jugendhilfeeinrichtungen geschlossen. Sämtliche für Familien wichtige öffentliche Angebote von Vereinen und sozialen Hilfen wurden massiv reduziert oder ganz eingestellt. Spielplätze sind gesperrt, Beratungsstellen geschlossen oder nur telefonisch erreichbar. Es gelten Kontaktsperren für Eltern wie Kinder.

Eltern arbeiten im Homeoffice, so dies möglich ist. Andere können ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen, weil sie sich um ihre Kinder kümmern (müssen). Wieder andere sind in systemrelevanten Bereichen tätig und sehen ihre Kinder ak tuell nur wenig. Egal in welcher Situation, innerhalb von Tagen mussten sich Familien auf eine völlig veränderte Situation einstellen.

Familien unternehmen alles in ihren Kräften stehende, um diesen Herausforderungen zu begegnen und finden sich in einer Mehrfachbelastung wieder, nicht nur Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, sondern auch die schulischen Anforderungen zu meistern und ihren Kindern insbesondere diese schwierige Situation zu erklären und den gemeinsamen Alltag so zu gestalten, dass die körperlichen und psychischen Belastungen der Kinder bewältigt werden.

Bei vielen Gesprächen mit betroffenen Eltern wird deutlich, dass diese Belastungen ihre Grenzen austesten und wenig Spielraum für eigene Erholungs- und Entlastungsmöglichkeiten bieten. Es wird deutlich, dass Eltern einen großen Teil zur Bewältigung der Krise beitragen und analog systemrelevanter Professionen einer großen Wertschätzung bedürfen.

In der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 30. April 2020 bemerkt sie zu Recht, dass wir über die Auswirkungen des Virus auf Kinder wenig wissen, dass die Erkenntnisse der Wissenschaft aktuell zusammenge fasst und dass unter Hinzuziehung verschiedener Disziplinen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verabredet werden (müssen).

Bisher erleben wir, dass die Perspektive der Kinder und Familien jedoch nicht ausreichend in den wissenschaftl ichen sowie fachpolitischen Blick genommen wurde. Die enormen Belastungen und auch notwendigen Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen unter den Bedingungen von Corona werden kaum berücksichtigt.

Entgegen diesen Erfahrungen werden aktuell z.B. in NRW große bekannte Möbelhäuser wiedereröffnet , was zu einem gewaltigen Andrang am Wochenende dort führte. Auch in den Fußgängerzonen großer deutscher Städte herrschte die letzten Tage großes Gedränge. Gleichzeitig ist eine enorme Zurückhaltung bei der Öffnung von Kitas und Schulen zu verzeichnen, die eine verlässliche Perspektive für Familien nicht erkennen lassen.

Die ganze Stellungnahme lesen...