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Tag für gewaltfrei Erziehung am 30. April

Tag für gewaltfrei Erziehung am 30. April

Tagesgruppe „Alte Schmiede“ näht für den Kinderschutzbund Celle

Tagesgruppe „Alte Schmiede“ näht für den Kinderschutzbund Celle

Die Tagesgruppe der Stiftung Linerhaus hat auf eine Bitte des Kinderschutzbundes für die Kinder des Kidstreffs Mund-Nasenschutzmasken genäht. Lilly Vogel (links im Bild) hat gemeinsam mit Frau Hotopp (Mitarbeiterin Stiftung Linerhaus, Bildmitte) in der Tagesgruppe insgesamt 15 Masken für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren angefertigt. Vor kurzem wurden die Masken an die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Kindergruppe, Siegrid Trosien, überreicht, die sich im Namen des Kinderschutzbundes herzlich für die tolle Aktion bedankte.

Neues Spielstraßenschild in der Neustadt

Große Freude bei Heiner Käske und dem Kinderschutzbund. Ein weiteres Spielstraßenschild wurde am Eingang der Straße „Auf dem Kampe“ angebracht. Das bedeutet nach wie vor Schrittgeschwindigkeit für die durchfahrenden Autos. „Daran hat sich bisher so gut wie niemand gehalten“, so Käske, dessen Firma in der Straße ansässig ist. Silvia Seibel vom Kinderschutzbund kann dies nur bestätigen. Beide hatten sich darüber Gedanken gemacht, was zum Schutz der ansässigen Kinder, die hoffentlich bald wieder auf der Straße spielen können, umgesetzt werden könnte und haben zur Stadt und zur Polizei Kontakt aufgenommen. „Wir freuen uns sehr, so Seibel, dass beide Institutionen sich darum gekümmert und das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt gestellt haben“. In einer Spielstraße ist umsichtiges fahren unbedingt erforderlich. Wer zum Bahnhof möchte, kann auch um die Kirche herum fahren.

Kinder in der Corona-Pandemie – 20 Jahre Recht auf gewaltfreies Aufwachsen

Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April befürchtet der Kinderschutzbund, dass das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung in der Corona-Pandemie gefährdet ist.

JungsNeben dem generellen Bedarf nach konsequenten Maßnahmen zur Verhütung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche besteht aktuell das Risiko einer Gewaltzunahme. Insbesondere während der aktuellen Corona Pandemie darf die Politik das Risiko der verdeckten Gewalt gegen Kinder nicht aus den Augen verlieren. Schließlich ist durch die Reduzierung von Kita- und Schulbetrieb die soziale Aufmerksamkeit geringer geworden. Die Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie werden vom Kinderschutzbund ausdrücklich unterstützt. Dennoch zeigen sich Kinderschützerinnen und Kinderschützer in ganz Deutschland befremdet darüber, dass über die Aufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga oder die Eröffnung von Möbelhäusern engagiert diskutiert wird, während die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien nur eine untergeordnete Rolle spielen.

„Wir greifen aktuell tief in die Grundrechte von Kindern ein: Wir isolieren sie von ihren Spielkameraden. Wir begrenzen sie in ihrem verbrieften Recht auf Bildung. Und wir enthalten ihnen ausreichend körperliche Bewegung vor. Auch das sind Formen der Gewalt. Es braucht eine Debatte darüber, wie wir Betreuungseinrichtungen und Schulen schrittweise öffnen können. Und diese Debatte muss die Bedürfnisse der Kinder im Blick haben – nicht nur die der Leistungsgesellschaft“, so DKSB-Präsident Heinz Hilgers.  

„Der Tag der gewaltfreien Erziehung wird in Deutschland seit 2004 begangen. Seit dem Jahr 2000 gilt in Deutschland das Recht des Kindes auf Gewaltfreie Erziehung. Nach jahrelanger Lobbyarbeit hat vor allem der Kinderschutzbund entscheidend dazu beigetragen, dieses Recht zu verwirklichen“, sagt Bernd Menzel, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Celle.

Der Tag soll daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Zudem soll er Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen.

Auszug aus dem BGB: § 1631 BGB  Abs. 2

Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

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