Kinderrechtefest

Kinderrechtefest 2019Am Samstag, 14.09., verwandelte sich der Brandplatz in der Celler Innenstadt bei strahlendem Sonnenschein für drei Stunden in den "Platz der Kinderrechte". Neben dem Celler Kinderschutzbund als Veranstalter waren auch UNICEF, Der Paritätische Celle, Brennessel, SchutzCelle, Soroptimist, die Kitas KiWi Wietzenbruch, Waldweg, Pusteblume und Spunk mit Ständen vertreten und boten vielfältige Mitmachaktionen an, die von den Kindern mit viel Spaß angenommen wurden. Eddies schillernde Seifenblasen zogen die Blicke auf sich. Für musikalische Untermalung sorgten die Chöre der Grundschulen Hehlentor und Nadelberg.

In seiner Eröffnungsrede wies der 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Celle, Bernd Menzel, auf die Bedeutung der Kinderrechte hin. Die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedete Kinderrechtskonvention garantiert jedem Kind auf der Welt das Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Auch 30 Jahre später werden Kindern immer noch viel zu oft ihre Rechte verwehrt.

In Deutschland setzen sich u.a. UNICEF und der Kinderschutzbund seit langen dafür ein, dass die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufgenommen werden. Aber selbst dann, wenn dieser überfällige Schritt vollzogen ist, wenn Kinder in unserem Land als eigenständige Rechtssubjekte mit besonderen Schutzrechten anerkannt sind, gilt es immer wieder auf die Bedeutung der Kinderrechte hinzuweisen. Und dies auf allen Ebenen, nicht zuletzt auf der lokalen Ebene, dort, wo sich die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen befinden, dort , wo auch die Verstöße gegen die Kinderrechte am ehesten spürbar werden.

Den ersten Platz der Kinderrechte gibt es in Deutschland seit 2017 in Höhr-Grenzhausen. Solche Plätze sollte es an vielen Orten geben und auch Celle würde ein Platz der Kinderrechte gut zu Gesicht stehen. "Kindheit braucht Raum, braucht Schutzräume und Förderräume, es braucht offene Räume, in denen Kinder und Jugendliche sich beteiligen können. Ein offener Raum soll auch dieser Platz als Platz der Kinderrechte für die nächsten Stunden sein und ab jetzt sollen hier die Kinder im Mittelpunkt stehen." Mit diesen Worten übergab Bernd Menzel den Platz an die Kinder.

Vorher hatte er die teilnehmenden Institutionen und andere Interessierte, die mit und für Kinder und Jugendliche arbeiten, zur Gründung eines Celler Netzwerks für Kinderrechte aufgerufen. Ziel: als Aktionsbündnis die Kenntnis der Kinderrechte verbreiten, in erster Linie natürlich bei den Inhabern der Rechte, den Kindern und Jugendlichen, denn was nutzen einem Rechte, die man nicht kennt. Aber auch Aufklärung leisten bei den Eltern und Bezugspersonen.  Die Achtung der Kinderrechte fördern im Alltag, in den Lebenswelten, also  in der Familie, den Kitas, den Schulen, Einrichtungen und Vereinen, im öffentlichen Raum ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wer dieses Vorhaben hier in Celle unterstützen will, ist zur Beteiligung eingeladen.